NRW.Europa

Bringen Sie sich in die europäische Gesetzgebung ein!
Konstruktive Kritik an EU-Regeln durch die IHK-Unternehmen erwünscht.

Eine der wichtigsten Aufgaben des Europäischen Parlaments ist die Gestaltung europäischer Gesetze. Wie jedes nationale Parlament achten die Abgeordneten darauf, dass die europaweit geltenden und rechtlich einklagbaren Regeln den Bedürfnissen und Interessen der Wählerinnen und Wähler entsprechen. Bevor aber aus der Idee, also der Gesetzesinitiative, schließlich ein Gesetz wird, müssen viele Arbeitsschritte durchlaufen sowie etliche Institutionen und Fachleute mit einbezogen werden.

Die europäische Gesetzgebung hat starken Einfluss auf das nationale Geschäftsleben. Sie können es befördern, aber auch behindern, in dem die EU-Richtlinien und – Verordnungen belastende Bürokratie für Ihr Unternehmen bedeuten. Daher ist es gut und wichtig, dass IHK-Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen die Möglichkeit geben wird, den Entscheidungsprozess von europäischen Gesetzen mitgestalten zu können.

Große Unternehmen haben häufig eigene Vertreter in Brüssel oder lassen ihre Interessen von Lobbyisten vertreten. Damit auch kleine und mittlere Unternehmen Einflussmöglichkeiten auf Entscheidungen in der EU haben, wurde das Enterprise Europe Network (EEN) ins Leben gerufen. Es ist das weltweit größte Netzwerk von Informations- und Beratungsstellen für kleinere und mittlere Unternehmen (KMU), sie ist mit ihren Vertretungen in mehr als 60 Ländern vertreten. Das Enterprise Europe Network wird anteilig aus EU-Mitteln finanziert.

In Nordrhein-Westfalen wurde als Partner des EEN im Jahr 2008 die Organisation NRW.Europa gegründet. Für die Industrie- und Handelskammern wirkt die IBP IHK-Beratungs- und Projektgesellschaft mbH als Ansprechpartner von NRW.Europa mit und übernimmt Dienstleistungen, um IHK-Unternehmen auf vielfältige Weise eine Stimme zu geben.

Nehmen Sie zu uns Kontakt auf, wenn Ihre Geschäftsabwicklungen durch EU-Vorschriften eingeengt werden oder Sie sich über EU-Vorgaben geärgert haben. Wir nehmen Ihr Anliegen auf und leiten dieses anonymisiert an die Ansprechpartner von NRW.Europa weiter, die die Fälle nach Brüssel übermitteln.

Sie können aber auch ohne konkreten eigenen Anlass dabei helfen, EU-Vorschriften Bürger- und KMU-freundlicher zu gestalten. Aktuell wünscht sich die EU z.B. Feedback zur REFIT-Bewertung von REACH:

Die Europäische Kommission hat als Teil des Programms REFIT eine Konsultation zur REACH-Verordnung veröffentlicht. Ziel ist die Evaluierung der Verordnung an den Maßstäben Wirksamkeit, Effizienz, Relevanz, Kohärenz und EU-Mehrwert.
Die Fragen sind stark abstrahiert und betreffen alle Bereiche. Es geht unter anderem um die Zielerreichung, um die Arbeit der Chemikalienagentur ECHA, das Kosten- / Nutzenverhältnis von Registrierung, Stoffbewertung etc., um die Kohärenz von REACH zum Beispiel mit dem Arbeitsschutzrecht und die Zufriedenheit mit Entscheidungsprozessen.
Die eingereichten Beiträge fließen in ein Arbeitsdokument der Kommissionsdienststellen sowie in einen Fortschrittsbericht der Kommission an das Europäische Parlament und den Rat ein.
Die Einreichungsfrist endet am 28. Januar 2017.

 

Der Fragebogen ist im Internet hier verfügbar.